Allgemeine Geschäftsbedingungen

AGB.
Lymbe AI.

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung der KI-Plattform Lymbe AI. Sie gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden.

Version 1.0 · Stand: Juni 2025

AnbieterFlubber Pixels UG (haftungsbeschränkt)
AdresseFlorastrasse 56, 40822 Mettmann, Deutschland
GeschäftsführungMarion Schagen
Kontaktdatenschutz@lymbe.ai · +49 (0) 2104 / 9 12 90 11
RegistergerichtAmtsgericht Wuppertal, HRB 29076

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen der Flubber Pixels UG (haftungsbeschränkt) (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend „Kunde") über die Nutzung der KI-Plattform Lymbe AI.

(2) Lymbe AI richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Die Nutzung durch Verbraucher im Sinne von § 13 BGB ist nicht gestattet.

(3) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

§ 2 Vertragsschluss und Registrierung

Der Vertrag kommt zustande, indem der Kunde sich auf lymbe.ai registriert, die AGB und den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) aktiv bestätigt und vom Anbieter eine Bestätigungs-E-Mail erhält.

(2) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese bei Änderungen unverzüglich zu aktualisieren.

(3) Pro Unternehmen ist grundsätzlich nur ein Account zulässig, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.

(4) Der Anbieter behält sich vor, die Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen.

§ 3 Leistungsbeschreibung

(1) Lymbe AI ist eine cloudbasierte SaaS-Plattform, über die Kunden KI-gestützte Chatbots einrichten, konfigurieren und betreiben können. Die Plattform ermöglicht den Zugriff auf folgende KI-Sprachmodelle:

  • ChatGPT (GPT-Reihe) via Microsoft Azure OpenAI Service
  • Mistral (Mistral-Reihe) via Mistral AI S.A.S.

(2) Der Anbieter stellt die Plattform als Software-as-a-Service (SaaS) bereit. Der Kunde erhält kein Recht auf Installation oder Herausgabe des Quellcodes.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die technische Infrastruktur nach eigenem Ermessen weiterzuentwickeln und anzupassen, soweit dies die vertraglich vereinbarten Kernfunktionen nicht dauerhaft beeinträchtigt.

(4) Die Verfügbarkeit der KI-Sprachmodelle (Azure OpenAI, Mistral) hängt von den jeweiligen Drittanbietern ab. Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle oder Einschränkungen, die durch diese Drittanbieter verursacht werden.

§ 4 Testphase

Neukunden erhalten nach der Registrierung einen kostenlosen Testzugang zu Lymbe AI. Die Dauer und der Umfang der Testphase ergeben sich aus der aktuellen Beschreibung auf lymbe.ai.

(2) Während der Testphase gelten diese AGB vollumfänglich, insbesondere die Nutzungspflichten gemäß § 8 und der AVV.

(3) Die Testphase hat eine Laufzeit von 14 Tagen ab Registrierung. Nach Ablauf der Testphase wird der Account automatisch in den kostenpflichtigen Einstiegstarif überführt und die erste Abbuchung per Kreditkarte (Stripe) ausgelöst. Der Kunde wird 3 Tage vor Ablauf der Testphase per E-Mail darüber informiert.

(4) Möchte der Kunde nach der Testphase nicht in einen kostenpflichtigen Tarif wechseln, muss er seinen Account vor Ablauf der 14 Tage unter lymbe.ai/account oder per E-Mail an datenschutz@lymbe.ai kündigen. Auf diese Möglichkeit wird in der Erinnerungs-E-Mail ausdrücklich hingewiesen.

(5) Der Anbieter behält sich vor, den Umfang und die Dauer der Testphase jederzeit anzupassen. Bestehende laufende Testphasen bleiben davon unberührt.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

Die aktuell gültigen Preise und Tarifdetails sind auf lymbe.ai/preise einsehbar. Alle Preise verstehen sich in Euro zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer (B2B).

(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus per Kreditkarte über den Zahlungsdienstleister Stripe. Mit der Buchung eines kostenpflichtigen Tarifs erteilt der Kunde Stripe eine Einzugsermächtigung für die monatlichen Gebühren.

(3) Die Abbuchung erfolgt zum jeweiligen Abrechnungsdatum (Datum der erstmaligen Buchung). Bei fehlgeschlagener Zahlung behält sich der Anbieter vor, den Zugang zur Plattform nach einer Frist von 7 Tagen vorübergehend zu sperren.

(4) Preisänderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mitgeteilt. Bei Ablehnung der Preisänderung steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht bis zum Inkrafttreten der neuen Preise zu.

(5) Rechnungen werden ausschließlich in elektronischer Form (PDF per E-Mail) ausgestellt.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Eine Kündigung ist jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist möglich. Die Kündigung wird zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode wirksam. Bis dahin bleibt der Zugang zur Plattform vollständig erhalten.

(2) Die Kündigung kann erfolgen durch:

  • Schriftliche Kündigung per E-Mail an datenschutz@lymbe.ai
  • Kündigung über die Account-Einstellungen in der Plattform (sofern verfügbar)

(3) Bereits bezahlte Beträge für die laufende Abrechnungsperiode werden nicht anteilig erstattet. Die Nutzung ist bis zum Ende der bezahlten Periode möglich.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund auf Seiten des Anbieters liegt insbesondere vor, wenn der Kunde gegen § 8 (Nutzungspflichten) verstößt.

(5) Nach Beendigung des Vertrags werden alle Daten des Kunden gemäß AVV innerhalb von 30 Tagen gelöscht. Der Kunde ist selbst verantwortlich, vor Vertragsende alle benötigten Daten zu exportieren.

§ 7 Verfügbarkeit und Support

Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,0 % im Jahresmittel an (gemessen ohne geplante Wartungsfenster).

(2) Geplante Wartungsarbeiten werden dem Kunden nach Möglichkeit mindestens 24 Stunden im Voraus angekündigt und außerhalb der Hauptnutzungszeiten (Mo–Fr 8–20 Uhr) durchgeführt.

(3) Support wird per E-Mail an datenschutz@lymbe.ai angeboten. Der Anbieter bemüht sich um eine Reaktionszeit von 2 Werktagen.

(4) Ein Anspruch auf bestimmte Reaktionszeiten oder Supportleistungen besteht nur, soweit dieser ausdrücklich vertraglich vereinbart wurde.

§ 8 Pflichten und Nutzungsregeln des Kunden

Der Kunde ist verpflichtet, Lymbe AI ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen. Insbesondere ist es untersagt:

  • Inhalte zu generieren oder zu verbreiten, die rechtswidrig, beleidigend, diskriminierend oder pornografisch sind
  • die Plattform für automatisierte Massenverarbeitungen zu nutzen, die den Betrieb beeinträchtigen (z. B. API-Flooding)
  • Versuche zu unternehmen, die Sicherheitsmaßnahmen der Plattform zu umgehen
  • Zugangsdaten an Dritte weiterzugeben oder zu verkaufen
  • die Plattform für Spam, Phishing oder andere betrügerische Aktivitäten zu nutzen
  • besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) ohne gesonderte Vereinbarung zu verarbeiten

(2) Der Kunde ist allein verantwortlich für die Inhalte, die er in die Plattform eingibt, sowie für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für durch den Kunden eingegebene Inhalte.

(3) Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen Nutzung der Plattform durch den Kunden resultieren.

§ 9 KI-spezifische Hinweise

Die durch Lymbe AI generierten KI-Antworten sind automatisch erzeugte Inhalte und stellen keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung dar. Der Kunde ist verpflichtet, KI-generierte Inhalte vor ihrer Verwendung auf Richtigkeit und Angemessenheit zu prüfen.

(2) KI-Sprachmodelle können fehlerhafte, unvollständige oder veraltete Informationen ausgeben. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit der KI-Ausgaben.

(3) Der Kunde ist selbst verantwortlich dafür, dass der Einsatz von KI-Chatbots gegenüber seinen eigenen Kunden transparent gemacht wird, soweit gesetzlich erforderlich (z. B. gemäß EU AI Act).

(4) Kundendaten werden nicht für das Training der eingesetzten KI-Modelle verwendet. Dies ist vertraglich mit den KI-Infrastruktur-Anbietern (Azure, Mistral) ausgeschlossen.

§ 10 Datenschutz und AVV

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden und seiner Nutzer gemäß der Datenschutzerklärung.

(2) Soweit der Kunde über Lymbe AI personenbezogene Daten Dritter verarbeitet, wird der Anbieter als Auftragsverarbeiter tätig. Grundlage hierfür ist der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der mit der Registrierung akzeptiert wird.

(3) Der Kunde ist als Verantwortlicher für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung der von ihm eingegebenen personenbezogenen Daten verantwortlich.

§ 11 Geistiges Eigentum

Alle Rechte an der Plattform Lymbe AI, insbesondere Software, Design, Marken und sonstige Schutzrechte, verbleiben beim Anbieter.

(2) Der Kunde erhält ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Plattform für die Dauer des Vertrags.

(3) An den vom Kunden eingegebenen Inhalten und den daraus generierten KI-Ausgaben behält der Kunde sämtliche Rechte, die ihm zustehen.

§ 12 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt, maximal jedoch auf den Betrag der vom Kunden in den letzten 3 Monaten gezahlten Entgelte.

(3) Eine Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Datenverlust ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Die Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz oder bei arglistig verschwiegenen Mängeln.

(5) Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle oder Fehler, die durch Drittanbieter (Azure, Mistral, Stripe) verursacht werden, soweit diese außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen.

§ 13 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zu ändern. Der Kunde wird per E-Mail über Änderungen informiert.

(2) Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Auf diese Rechtsfolge wird in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hingewiesen.

(3) Im Falle des Widerspruchs ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten AGB zu kündigen.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist das Landgericht Düsseldorf, soweit gesetzlich zulässig.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

(4) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform.

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